Erste
Ausfahrt des
Evonik-BMW
endet zu früh
Mit einem lachenden und
einem weinenden Auge trat Racing Event Motorsport am Samstag, 4. April,
die Heimreise vom Nürburgring an. Im LKW lagerte gut verstaut der
verunfallte BMW 135 D Coupé. „Es ist wirklich schade, dass wir nicht
zeigen konnten, was wir drauf haben, aber die wenigen schnellen Runden,
die wir gefahren haben machen mir Hoffnung“, meinte Teamchef Andre
Ibron. Die schnellen Runden, die Andre Ibron meinte waren vor allem am
Freitag während des Tests und am Samstag zu Beginn des Qualifyings zum
ersten Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft zu verbuchen.
Sowohl der Teamchef, als der auch der neue Pilot Daniel Keilwitz waren
von der Performance des Evonik-BMW auf Anhieb begeistert. Das Fahrwerk
leistete sehr gute Dienste und auch das neue Aerodynamikpaket mit neuem
Unterboden stellten eine deutliche Verbesserung dar. „Wir haben über den
Winter einen großen Schritt nach Vorne gemacht“, bestätigte Andre Ibron.
Bei perfekten Bedingungen
sollte „Franz“ – so nennt das Team liebevoll sein Coupé – zum ersten
Klassensieg geführt werden. „Es ist noch schön kühl, daher haben wir die
volle VLN-Renn-Leistung von 370 PS zur Verfügung“, erklärte der
Teamchef. Dazu gesellte sich strahlender Sonnenschein, der eine
staubtrockene Piste garantierte. Was am Freitagnachmittag noch für große
Zufriedenheit im Team sorgte, schlug dann am Samstagmorgen beim
Qualifying in Entsetzen um. Nach einer Aufwärmrunde durch den Teamchef
übernahm Daniel Keilwitz den Evonik-BMW für die erste schnelle Zeit. Die
Uhr stoppte bei 9:48.946 Minuten, obwohl es auf der Döttinger Höhe ein
technisches Probleme gab, welches sich aber von selbst erledigte. Ein
thermischer Grenzwert des Motors war kurzzeitig erreicht, fiel aber nach
kurzem Leistungseinbruch wieder auf Normalwert. In der zweiten Runde,
war Daniel Keilwitz dann noch etwas schneller unterwegs. „Ich denke er
wäre unter 9:30 Minuten gekommen“, vermutete Andre Ibron. Doch über die
Ziellinie kam der Evonik-BMW nicht mehr. Im Streckenabschnitt
Breitscheid lief die Bremse des Coupés heiß. Kurz darauf, im Bergwerk,
war dann die Bremsleistung an den Vorderrädern verringert, die hinteren
Räder blockierten dadurch kurz, das Auto kam quer und drohte rechts in
die Leitplanke einzuschlagen. Keilwitz fing den Renner noch einmal ein,
konnte aber den Gegenschwung nicht mehr verhindern und krachte links in
die Streckenbegrenzung. „Glücklicherweise hat sich Daniel nur einen
Finger verstaucht und ist sonst unverletzt“, meinte Andre Ibron, der
dasselbe nicht von seinem Auto behaupten konnte.
„Wir haben jetzt zwei
Wochen Zeit, den Wagen wieder aufzubauen. Vor allem rechts ist er stark
beschädigt.“ Ibron hat bereits von seinen Zulieferern die Zusage
bekommen trotz der Feiertage alle Teile rechtzeitig in der Werkstatt zu
haben. „Wenn alles glatt läuft, sind wir am Mittwoch nach Ostern wieder
fahrbereit.“ Beim zweiten Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft
soll dann der Angriff auf die Spitze der Dieselklasse folgen.