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Nürburg/Heiligenroth, den
13.10.2007
Samstag der 13. – ein schwarzer Tag für Racing Event Motorsport Den neunten Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft wird Franz Groß so schnell nicht vergessen. Hatte er doch den schlimmsten Rennunfall seiner Karriere und wahrscheinlich eine ganze Armada von Schutzengeln mit an Bord. Damit wurde auch die Saison des BMW 135 DBD von Racing Event Motorsport abrupt und vorzeitig beendet. Dabei startete das Team um Teamchef Andre Ibron ganz zuversichtlich ins Wochenende. „Sehr gutes Wetter, die Hinterachse hat im freien Training bestens funktioniert und mit einem vorderen Platz hätten wir uns die Meisterschaft innerhalb der Klasse holen können“, eigentlich war alles wunderbar für Andre Ibron. Nach dem letzten Lauf war die Hinterachse nochmals überarbeitet worden. Zusätzlich hat Rene Jungnickel von KW die hinteren Stoßdämpfer nochmal an den BMW angepasst. Die ersten kleinen Probleme gab es dann am Samstagmorgen. Vor Trainingsbeginn wurde die vordere linke Bremsscheibe bemängelt. „Da es eine sicherheitsrelevante Komponente war, haben wir sie sofort gewechselt“, sagte Andre Ibron. Erst 40 Minuten vor Schluss konnte der dicke 1er BMW das Qualifying aufnehmen. Der „Degussa-Evonik BMW“ lief sehr gut, doch Andre Ibron passierte auf der Strecke ein Fahrfehler. Als ein Astra OPC von Kissling überholen wollte gab es eine kleine Berührung. „Ich habe den Astra leider übersehen.“ Das Team reagierte schnell und brachte zwei neue Räder zum Streckenabschnitt Quiddelbacher Höhe. An eine schnelle Runde war nicht mehr zu denken und der BMW musste vom letzten Platz der zweiten Startgruppe ins Rennen starten. Bugs Bunny, alias Guido Wirtz, übernahm den Start und legte gleich mal los. Bereits in der ersten Runde hatte er zum BMW 335D GTR von Konkurrent Günther Beckers aufgeschlossen. In der zweiten Runde war er vorbei und in der Klasse vorn. Runde für Runde setzte er sich ab. Nach dem ersten Stint übernahm Franz Groß das Steuer und bauet den Vorsprung bis auf 4 Minuten aus. Bis es in seiner letzten Runde zu dem fürchterlichen Crash kam. Ein zu überrundender Opel Corsa machte im Bereich Schwedenkreuz offensichtlich Platz. Als Groß schon neben dem kleineren Corsa war, zog der unvermittelt rüber, kam quer vor den BMW und überschlug sich sofort. Der Degussa-Evonik BMW wurde zuerst gegen die Leitplanke geschoben und dann in die Luft katapultiert. Glücklicherweise überschlug sich der BMW nicht, aber die Landung aus mehreren Metern Höhe hatten eine ähnliche Auswirkung: der BMW blieb als Totalschaden liegen. „Ich wollte das viel langsamere Fahrzeug überholen. Der wollte mir aber offenbar keinen Platz machen. Als er endlich links Platz machte, wollte ich vorbei. Auf etwa gleicher Höhe mit dem Corsa zog der Fahrer aber wieder zurück und es kam zum Unfall.“ so Franz Groß nach dem Rennen, der glücklicherweise mit schweren Prellungen davon kam. „Leider wurde der Degussa – Evonik BMW so stark beschädigt, das wir das Fahrzeug nicht mehr für den letzten Lauf in zwei Wochen fertig bekommen. Damit ist die Saison 2007 für uns vorzeitig beendet. Das wichtigste ist aber das es dem Fahrer halbwegs gut geht“, meinte der Teamchef nach dem Rennen sichtlich geknickt. In der Klassenwertung führt das Team Racing Event Motorsport zwar die Klasse noch an, jedoch wird die Meisterschaft in der Leistungsstarken Klasse SP11 erst beim letzten Rennen entschieden. Das Team Dieselspeed mit dem Fahrer Heribert Steiner liegt nun dicht hinter dem Team Racing Event Motorsport und könnte die Meisterschaft beim letzten Lauf, dem 32.DMV Münsterlandpokal für sich entscheiden. „Nach den Bemühungen und Erfolgen der Saison 2007 ist das für uns eine bittere Pille. Im nächsten Jahr hoffen wir auf mehr Glück. Über den Winter werden wir den Evonik BMW neu aufbauen, und ich denke das uns der Neuaufbau die Möglichkeit gibt, das Auto besonders in Bezug auf das Gewicht und die Gewichtsverteilung, noch besser zu machen“, trotz des Ausfalls blickt Andre Ibron positiv in die Zukunft. „Wir danken schon jetzt unseren Klassenkameraden für die tolle und faire Saison. Gerade in der SP11 sind alle Teams trotz oder vielleicht auch wegen der professionellen Arbeit wie eine Familie. Der Zusammenhalt und die Fairness ist außergewöhnlich gut.“ Ein weiterer Dank des Teams geht an die Sponsoren und Technikpartner, ohne die die Teilnahme an der Langstreckenmeisterschaft gar nicht möglich wäre. Der Einsatz, die Unterstützung und die Treue zum Team in den letzten Jahren sind sehr groß und wird hoffentlich in der nächsten Saison weitergeführt. |
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