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Nürburg/Heiligenroth, den 15.09.2007 Unverschuldeter Unfall kostete den Sieg >>Bilder vom 7. Lauf<< >>Video vom 7. Lauf<< „Aufgrund der Ereignisse bin ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden“, Teamchef Andre Ibron von Racing Event Motorsport war nach dem Höhepunkt in der BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft – dem 6-Stunden-Rennen – nicht ganz glücklich. Dabei hatte das Wochenende perfekt angefangen. Nach den Test- und Einstellfahrten am Freitag und Rücksprache mit dem Reifenlieferant Yokohama wurde das Setup bis tief in die Nacht umgestellt. „Wir haben von Yokohama neue Reifenmischungen bekommen, die eine deutliche Verbesserung des Fahrverhaltens brachten. Guido Wirtz, alias Bugs Bunny, war wieder für die schnellste Trainingszeit zuständig. Mit 9:35.424 setzte er gleich mal eine Marke, die von keinem Klassenkonkurrenten unterboten werden konnte. Dennoch fluchte Bugs Bunny über Funk: „Das hätte noch deutlich schneller gehen können, ich hatte keine freie Runde.“ Dieser Funkspruch wurde vom Team mit breitem Grinsen quittiert. Das es weiter nach vorne gehen kann, zeigte der Polesitter dann direkt im Rennen. Er verteidigte nicht nur souverän die Führung, sondern er fuhr im Gesamtklassement bis auf Rang 26 vor. Bis es in der fünften Runde knallte. Bugs Bunny überholte einen deutlich langsameren Konkurrenten, bremste die nächste Kurve an und wurde unsanft von der Strecke gekegelt. Der langsamere Wagen war ungebremst ins Heck geknallt und traf den BMW genau am hinteren rechten Rad. Der weiße Degussa BMW humpelte an die Box, wo das Team in 40 Minuten den Querlenker tauschte und die Spurstange kürzte. Vier Runden verlor das Team durch den Unfall. Entsprechend sauer war Bugs Bunny: „Das Fahrzeug vor mir wollte keinen Platz machen. Erst nachdem er dreimal Blau bekam, fuhr er rüber, und beim anbremsen auf die nächste Kurve fuhr er ungebremst in das Heck unseres Autos.“ Nur mit Beistand des Teams und viel gutem Zureden konnte Bugs Bunny davon abgehalten werden, mit übermäßiger Gewaltanwendung gegenüber dem Fahrer mit der Startnummer 196 seinem Unmut Luft zu machen. Mit einem defekten Hinterachsträger machte sich Franz Groß auf den Weg die verlorene Zeit wieder gut zu machen. „ Das Fahrverhalten unseres Degussa BMW war nach dem Unfall sehr gewöhnungsbedürftig. Ich stand einige male Quer, Linkskurven gingen gar nicht und wenn das Auto leicht wurde, zog es Stark nach links“, meinte Franz Groß nach seinem Turn. Trotzdem hatte Franz Groß sich wieder eine Runde zurückgerundet, bevor Andre Ibron das Steuer übernahm. Auch er gab mächtig Gas und holte weiter auf. Den Schlussstint fuhr dann wieder Bugs Bunny. Er setzte seine Wut in Geschwindigkeit um und fuhr immerhin noch Rang vier in der Klasse ein. Andre Ibron ärgerte sich über den unverschuldeten Unfall: „Bei dem Unfall sind der Hinterachsträger, die Querlenker und das Differenzial stark beschädigt worden. Ich bin trotzdem froh das wir unseren Degussa BMW ohne weitere Zwischenfälle ins Ziel bekommen haben. Aufgrund des Unfalls und der Standzeiten haben wir zwar einen weiteren Klassensieg verschenkt, wir sind aber trotzdem auch mit dem 4. Platz zufrieden.“ In der Gesamtwertung ist das Team durch die Platzierung in diesem Rennen von Platz 19 auf Platz 22 zurückgerutscht. Dagegen führt Racing Event Motorsport in der Klassenwertung deutlich weiter mit 12,49 Punkten Abstand zum Zweitplatzierten Team Dieselspeed an. Eine Neuerung für den nächsten Lauf steht übrigens jetzt schon fest: Im Rahmen der Konzernverschmelzung hat die Degussa GmbH am Donnerstag letzter Woche ihre Neufirmierung unter dem Namen Evonik Industries bekanntgegeben. Damit ändert sich auch der Schriftzug auf dem „DEGUSSA BMW“ vom Team Racing Event Motorsport auf „EVONIK Industries“ zum 8. Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Doch auch unter dem neuen Namen wird der weiße 1er weiter den Ton in der Klasse angeben. |
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