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Nürburg/Heiligenroth, den 12.05.2007
Tabellenführung trotz Wetterchaos -Platz 3
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vom 4. Lauf<< >>Video vom
4. Lauf<<
Was für ein Chaos am Nürburgring. Der vierte
Lauf zur BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft war für alle Teams alles
andere als einfach. Auch das Team Racing Event Motorsport hatte mit den
äußeren Umständen mächtig zu kämpfen. Der Grund: Das Wetter zeigte sich in
bester Eifel-Manier. Ununterbrochen wechselten die Verhältnisse zwischen
richtig nass und pulvertrocken.
Es zeigte sich schon im Training, dass sich
die Nordschleife von ihrer launigen Seite zeigen würde. Ständige
Regenschauer mit immer wieder kurzen Pausen ließen die Reifenwahl zum
Pokerspiel werden. Allerdings wurde es gegen Ende des Qualifyings immer
trockener. Guido Wirtz, alias Bugs Bunny, machte es nahezu perfekt und
huschte eine Minute vor dem Ende des Zeittrainings noch einmal über die
Start- und Ziellinie. Die Runde zählte also noch und er legte eine bei
diesen Bedingungen sehr gute Runde hin. Es reichte zu Startplatz drei hinter
dem Pohlen-Bora und einem Volvo, der in diesem Jahr erstmals in der Klasse
SP11 angetreten war. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Qualifying“, meinte
Teamchef Andre Ibron.
Doch die gute Stimmung verflog im Rennen
leider sehr schnell. Der Ladedruck war deutlich zu niedrig und somit fehlte
dem weißen DEGUSSA-BMW wichtige Leistung. Andre Ibron steuerte direkt die
Box an, wo das Team 40 Minuten lang den Fehler suchte. „Wir haben alles
abgesucht, auch der Fehlerspeicher lieferte keine Erkenntnisse“. Franz Groß
übernahm das Cockpit und ging wieder raus – mit drei Runden Rückstand. Bei
ständig wechselnden Bedingungen zwischen nass und trocken, entschied er sich
für Intermediats. Argwöhnisch blickte der Teamchef zum Himmel:„Die Reifen
funktionieren bei den momentanen Bedingungen leider nicht so Optimal“. Denn
eine feuchte Strecke gab es nicht. Es war entweder komplett trocken oder
klatschnass.
Franz Groß machte trotzdem einen guten Job.
Auch er musste mit fehlender Leistung kämpfen, doch da auch die meisten
anderen Teams mit Problemen zu kämpfen hatten, blieben dem Team Racing Event
Motorsport noch alle Chancen offen. Als beim nächsten – ausnahmsweise
regulären – Boxenstopp Bugs Bunny den DEGUSSA-BMW übernahm, entschied er
sich für Regenreifen. Trotz einer gebrochener Hand gab der Fahrer alles und
fuhr weiter vor. Doch der Castrol BMW 335d GTR von Dieselspeed und der
Pohlen Bora R-TDI waren zu diesem Zeitpunkt schon uneinholbar weit weg.
„Dieselspeed hat heute ein fast perfektes Rennen hingelegt“, lobte Andre
Ibron hinterher die Leistung seiner Konkurrenz.
Als letzter stieg wieder der Teamchef ins
Auto. Zwar war es zu diesem Zeitpunkt trocken, doch über der Nordschleife
brauten sich wiederholt dunkle Wolken zusammen. Andre Ibron entschied sich
wieder für Intermediats. Ein Fehler, wie sich hinterher rausstellen sollte –
doch bei diesem Wetterpoker konnte man niemandem einen Vorwurf machen.
Trotzdem schaffte es Andre Ibron die schnellste Rennrunde mit dem Einser BMW
zu fahren und ihn doch noch auf Rang drei ins Ziel zu bringen.
„Ich hatte nicht mehr mit einem Podestplatz
gerechnet“, sagte der Teamchef hinterher. „Bei diesen Bedingungen und mit
unseren Leistungsproblemen ist das ein hervorragendes Ergebnis, wir haben
heute rausgeholt was unter den Umständen möglich war.“
Beim Punktestand für die Meisterschaft liegt
das Team allerdings jetzt innerhalb der Klasse auf Platz 1und im
Gesamtpunktestand auf Rang 57. Diesen Rang will das Team beim nächsten Lauf
am 26. Mai natürlich verteidigen. Bis dahin ist auch das Problem mit dem
Ladedruck behoben und der DEGUSSA-BMW wieder voll einsatzbereit.
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