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Nürburg/Heiligenroth, den 28.04.2007
Erfolgreicher 2. Platz - Das Setup für´s
>>Bilder
vom 3. Lauf<< >>Video vom
3. Lauf<<
Man nehme 26 Grad Außentemperatur, strahlenden Sonnenschein und rund 45.000
Fans auf der Nürburgring-Nordschleife und man bekommt: den dritten Lauf der
BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft 2007. „Das war einfach ein tolles
Wochenende“, sagte Andre Ibron nicht nur wegen der äußeren Umstände. Der
DEGUSSA BMW 135DBD lief perfekt. Auch wegen der hohen Temperaturen hatte das
Team die Leistung des BMW reduziert. „Mit den hervorragend funktionierenden
Yokohama-Reifen mit enorm viel Grip konnten wir die Leistungsreduzierung
aber weitgehend kompensieren“, meinte Andre Ibron. Zeiten um 9 Minuten und
50 Sekunden waren problemlos drin. Positiver Nebeneffekt: das Team konnte
erstmals den von der Firma Wetterauer zur Verfügung gestellten Datensatz für
das 24-Stunden-Rennen 2007 testen. Auch da wird mit weniger Leistung
gefahren, um die Langlebigkeit zu erhöhen.
Das Qualifying war schnell erledigt. Bugs Bunny (Guido Wirtz) kletterte nach
der Aufwärmrunde des Teamchefs als erster in den BMW und nagelte eine Zeit
von 9:46.406 in den Asphalt – Platz 2. Die Zeit war zwar 15 Sekunden
langsamer, als die des Pohlen-Werksautos VW Bora R-TDI, aber auch satte
sieben Sekunden schneller, als die des drittplatzierten Fuchsoil BMW 330D.
Kein Grund also eine weitere schnelle Runde nachzulegen. „Wenn Bugs seine
Trainingsrunde gefahren hat, muss ich nach der Aufwärmrunde gar nicht mehr
fahren“, grinste Andre Ibron. Auch Franz Groß beschränkte sich im Qualifying
auf die Pflicht – die Kür sollte später folgen. Den Start übernahm Bugs Bunny. Er gab so richtig Gas und legte in der zweiten Runde mit 9:48.570 die schnellste Rennrunde hin. Nur der Pohlen-Bora konnte diese Zeit unterbieten. Teamchef Andre Ibron gab per Funk das Signal, den Wagen etwas schonender zu bewegen. „Mit unserem Datensatz konnten wir den Bora eh nicht einholen“, sagte Andre Ibron hinterher. Also galt es, die weitere Konkurrenz hinter sich zu lassen. Fast schon bequem konnte das Team mit Zeiten um 9 Minuten und 50 Sekunden den zu der Zeit auf Platz 3 liegenden Castrol BMW 335d GTR von Dieselspeed auf Distanz halten. Zum Vergleich: die persönlich schnellste Runde des 3.Platzierten DEVK Dieselspeed-BMW 335d GTR lag bei 10:05.879. Kein Grund zur Sorge also. Auch wenn das Rennfahrerherz von Bugs Bunny ein wenig blutete: „Ich hätte gerne noch weiter draufgehalten, aber es war wichtiger den Platz sicher durchs Rennen zu halten.“ Mit deutlichem Vorsprung auf Rang drei übernahm Franz Groß. Das Team war inzwischen so weit vor, dass beim Boxenstopp Platz zwei gehalten werden konnte. Drei Runden später kam dann die Schrecksekunde des Rennens. Franz Groß meldete sich über Funk: „Ich glaube ein Turbolader geht kaputt, ich hatte einen Leistungseinbruch.“ Sofort begann geschäftiges Treiben in der Box. Andre Ibron machte sich fertig, um eventuell zur Schadensanalyse den Wagen zu übernehmen. Das komplette Team wartete auf den DEGUSSA BMW. Doch eine halbe Runde später entspannte sich die Situation schon wieder. „Es funktioniert alles einwandfrei. Ich fahre weiter“, quäkte es im Funk. Hinterher stellte sich heraus, dass das Steuergerät die Motorleistung herunter gefahren hatte. Im Windschatten hatte die Motortemperatur die Schwellgrenze erreicht. Der Teamchef konnte sich also wieder für sechs Runden zurücklehnen. Den letzten Stint ab Runde 17 übernahm er dann planmäßig. Wieder lief der Boxenstopp reibungslos und Andre Ibron musste den DEGUSSA BMW nur heil ins Ziel bringen. Der 135DBD kam sicher und ohne Probleme ins Parc Fermé, wo Andre Ibron überglücklich mit seinem Team den zweiten Platz feierte: „Wir hatten ein tolles Wochenende und bei uns hat wiedermal alles perfekt funktioniert. Sowohl das Team, wie auch die Fahrer haben durch das perfekte Zusammenspiel und die Einhaltung der Taktik dieses problemlosen zweiten Platz ermöglicht.“ Auch Mathias Ulbricht, Teamleiter vom Team Racing Event Motorsport, war zufrieden: „Die Stimmung im Team war wie immer sehr gut. Mit den Boxenstopps bin ich sehr zufrieden, hier haben alle einen tollen Job gemacht.“ Ein besonderes Lob von Mathias Ulbricht verdiente sich die Leiterin der Zeitabnahme Daniela Weidenfeller: „Sie hat es uns mit einer tollen Organisation ermöglicht den Überblick in der Klasse zu behalten und unsere Taktik richtig zu planen.“
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