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Nürburg/Heiligenroth, den 12.04.2008
Erster VLN Lauf 2008 als Der neu aufgebaute Evonik BMW 135D Coupé vom Team Racing-Event-Motorsport sah beim Freitagtraining vor dem Auftakt der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft zum ersten Mal sein künftiges Einsatzgebiet: die Nürburgring-Nordschleife. Das Auto hatte bis dahin noch keine Testkilometer abspulen können, weshalb der komplette erste Lauf als Test genutzt werden sollte. Bereits in der ersten Runde lockerte sich das vordere Spoilerschwert. Sofort strömte Luft zwischen den Unterboden, der dadurch erheblich beschädigt wurde. Noch in der Nacht zum Samstag wurde die komplette Unterbodenaerodynamik abgebaut. Pünktlich zum Zeittraining am Samstagmorgen war die Crew um Teamchef Andre Ibron mit allen Umbauten fertig. „Im Training hatten wir dann starke Motorvibrationen im oberen Drehzahlbereich“, Andre Ibron ließ umgehend die komplette Kraftstoffversorgung des Bio-Diesel-BMW austauschen. Allerdings brachte erst die Reduzierung der Motorleistung den gewünschten Erfolg. „Warum diese Vibrationen auftraten, müssen wir in Ruhe in den nächsten Tagen herausfinden.“ Das Team hatte aber nicht nur mit Problemen zu kämpfen. Sehr positiv zeigte sich der Einsatz der neuen Dunlop-Reifen. „Wir haben enorm guten Grip. Trotz niedriger Temperaturen ist das Handling des Autos sehr gut“, freute sich Andre Ibron über die Pneus des neuen Reifenpartners Dunlop Motorsport. Auch der neue Teamkollege von Andre Ibron, Werner Mohr, war mit den Gummis hoch zufrieden. Für den ehemaligen Viper-Piloten galt es so viele Testkilometer, wie möglich unter die Räder zu nehmen. „Der BMW ist eine neue, schöne Herausforderung für mich. Vor allem der Blick aus dem Cockpit ist für mich ein ganz neuer“, meinte der erfahrene Pilot. Im Rennen hielt er sich dann auch daran, den Wagen ausgiebig zu testen. Dem Entsprechend war das Auto auch schon nach einer Rennrunde wieder an der Box. Eine undichte Stelle am Tank wurde schnell gefunden und repariert, genauso wurde die Spoilerlippe wegen starker Vibrationen komplett abgebaut. Runde für Runde wurde das Fahrverhalten besser und Werner Mohr konnte sich immer mehr an das Coupé gewöhnen, bis es bei einer Überrundung zu einem folgenschweren Unfall kam. Werner Mohr machte einem schnelleren Fahrzeug Platz und kam dabei auf die Kurbs. Der Pilot steuerte noch gegen, doch dabei brach das Heck aus und der 135D landete im Streckenabschnitt „Eschbach/Brünnchen“ in der Leitplanke.
Auf den ersten Blick sah
der neu aufgebaute BMW sehr stark beschädigt aus, doch die genauen
Auswirkungen des Unfalls werden erst in den nächsten Tagen in der Werkstatt
zu sehen sein. Leider ist mit dem Unfall auch die Teilnahme am 24h Rennen in Frage gestellt: „Ohne ausgiebige Tests, sowohl bei den VLN Veranstaltungen wie auch bei verschiedenen Trainings, macht die Teilnahme mit einem neuen 24h Spezial Fahrzeug für uns aus Gründen der Haltbarkeit des Fahrzeugs zurzeit noch keinen Sinn“, so der Teamchef Andre Ibron nach dem Rennen. |
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