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6h Rennen 2004
Rennbericht vom 6h ADAC-Ruhr-Pokal Rennen 2004 auf dem Nürburgring

Pflanzenöl-Audi A3 TDI besteht ultimativen Renntest! König Pilsener-Degussa Golf trotz Luftmassenmesser- und Kühlwasserschlauchdefekt sicher im Ziel!


Nürburgring / Burg Hohenstein 11. September 2004 Das vom MSC Ruhrblitz Bochum veranstaltete Rennen ist nicht nur der längste Lauf im Langstreckenkalender, es war in jeder Hinsicht ein Höhepunkt der bisherigen Saison. Die Rekordkulisse von rund 27.000 Zuschauern an der Strecke brachte die Fahrer ins Schwärmen: "Ein Gefühl wie beim 24-Stunden -Rennen." 182 Fahrzeuge - auch das ein Saison-Rekord, waren nach dem Training an den Start gegangen. Häufige Positionswechsel in der Spitzengruppe und harte Kämpfe in den einzelnen Klassen sorgten für Spannung bei den Fans.

Nach dem unglücklichen Ausscheiden beim 24-Stunden Rennen an gleicher Stelle stand der silberne König-Pilsener-Regioöl-Audi A3 R-TDI wie neu am Start des Zeittrainings, wobei man bereits am Freitag zahlreiche begeisterte Gäste von der Leistungsfähigkeit des Pflanzenöls und Biodiesel als Rennkraftstoff überzeugt hatte.

Fahrzeugeigner Klaus Müller von racingevent und Teamchef Paul Martin Dose hatten mit Unterstützung von Wolf Pflanzenöltechnik und Regioöl den früheren VW-Werksfahrer und Lupo/Beetle-Cup-Gesamtsieger als 3. Fahrer für das harte 6-Stunden-Rennen gewinnen können. Als erfahrenen Ring- und Dieselkenner zeigte er sich bereits im Training mit einer Rundenzeit von 10:55 Min. vom Potenzial des Audi "powered by salatoel" begeistert. "Toll, was man mit etwas kaltgepresstem Raps alles anstellen kann," staunte der studierte Maschinenbauingenieur.

Den Startturn übernahmen diesmal die erfahrensten, 49 Jahre jungen Dr. Martin Schilling auf dem Golf und Martin Dose im Audi, wobei man sich mit flotten Zeiten aus dem üblichen Startgerangel heraushielt. Ein defekter Luftmassenmesser zwang den Biodiesel-Golf zu einem außerplanmäßigen Boxenstopp, bei dem sich die Mechanikercrew von Team Dose durch schnelle Fehleranalyse und Behebung auszeichnen konnte. Nach 2 Stunden wechselte Flugkapitän Sören Rehmann für seine Rennpremiere in den Golf und Erik Schwarz konnte im Audi den guten Mittelfeldplatz in der Klasse und in der Gesamtwertung durch konstant schnelle Rundenzeiten weiter verbessern.

Trotz eines Reifenschadens im Streckenabschnitt Breitscheid brachte Rennnovize Sören Rehmann den Köpi- Golf mit guten Zeiten zum letzten Boxenstopp an die Box 33, um Teamchef P. Martin Dose mit neuen Yokohama-Slicks auf den Schlussturn zu schicken. Mit einer Rundenbestzeit von 10:39 Min. zeigte er sodann das große Potenzial der neuen Reifen auf, um dann 15 Minuten vor Rennende mit Hilfe der Zuschauer wiederum im Streckenabschnitt Breitscheid einen undichten Wasserschlauch zu reparieren und darauf sicher unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer und Teammitglieder auf Klassenrang 11 (von 16) über die Ziellinie zu fahren. ( 99 im Gesamt von 185!)

Indes konnte der Hüffelsheimer Druckmaschinentechniker Klaus Müller seinen Pflanzenöl- Köpi-Audi auf einem tollen 7. Klassenrang und Platz 74(!) von 185 Startern ins Ziel bringen.

Ein großartiger Teamerfolg für alle Partner mit den alternativen Kraftstoffen Biodiesel und Salatöl beim längsten und härtesten Meisterschaftslauf der "Grünen Hölle" Nürburgring, so das Resümee der begeisterten Fahrer, Freunde, Teamchef und Projektpartner.

Für die letzten 3 Läufe sind jeweils Mitfahraktionen geplant und je nach Budgetlage noch ein weiterer Renneinsatz.

Nächster Renntermin: 36. ADAC-Barbarossapreis des MSC-Sinzig am Sa., 25.09. 2004.